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Unsere besondere Verbindung zu unserem Geburtsort Kartitsch in Osttirol

St. Oswald

Eine besondere Beziehung

Wer uns kennt, weiß auch um unsere besondere Beziehung zu Osttirol. Beim Betrachten dieser Ahnenseite hat man sich vielleicht bisher gewundert, warum nicht mehr darüber zu lesen ist. Mit diesem Beitrag wollen wir Licht ins Dunkel bringen und darüber berichten.

Die enge Verbindung zu Osttirol erklärt sich allein schon dadurch, dass wir drei Geschwister alle zwischen 1942 und 1948 in Kartitsch, einem kleinen Dorf in Osttirol, geboren wurden.

Kartitsch liegt im Tiroler Gailtal, dem höchstgelegenen aller Osttiroler Täler, zwischen der Einmündung ins Pustertal (über eine Geländestufe) und dem 1525 m hohen Kartitscher Sattel. Im Osten schließt sich das Lesachtal an. Das Tiroler Gailtal ist das einzige besiedelte rechte Seitental des Oberen Drautales. Kartitsch liegt auf ca. 1.360 m Seehöhe und hat heutem knapp 800 Einwohner. Der Ort gliedert sich in die auf der Nordseite sonnseitig gelegenen Ortsteile St. Oswald, Wiese, Boden, Erschbaum, Innerland-Sulzenbach, Rauchenbach, Äußerst und die auf der Südseite schattseitig gelegenen Ortsteile Hollbruck, Schattseite, Schuster, Alt- und Neuwinkl.

Der Name Kartitsch taucht erstmals 965 in einer Urkunde des Stiftes Innichen als Kartisa auf.  Er lässt sich mit lateinisch quarticia ‚Viertel‘ erklären, was wahrscheinlich mit einer Einteilung der Landschaft zu tun hatte. 

Die erste Kirche wurde 1386 geweiht, aber bereits 1479 umgebaut. Kartitsch gehörte zur Mutterpfarre Heinfels, erhielt 1666 eine Kaplanei und wurde 1891 eine eigene Pfarre.

In Kartitsch verbrachten wir unsere prägenden Kinderjahre, meine Geschwister besuchten hier sogar noch die Volksschule. Erst 1953 übersiedelten wir nach Innsbruck.

Ein wichtiger Teil unserer Verbindung zu Osttirol liegt in unseren familiären Wurzeln. Meine Großmutter mütterlicherseits stammte aus Kartitsch. Sie war eine geborene Reider und wuchs auf dem idyllischen Petererhof in St. Oswald auf. Auf dem Titelbild ist St. Oswald zu sehen und dort haben wir diesen Hof markiert.

Zu unseren Verwandten am Petererhof hatten wir ein herzliches Verhältnis.

Leonhard Reider

Unser Großonkel war für uns nicht nur ein Verwandter, sondern auch ein liebevoller Tauf- und Firmpate. Er war unser Töte.

Auch seine Schwestern (links Tante Lina, rechts Tante Lisele, in der Mitte der kleine Alfred Reider) begegneten uns immer mit großer Zuneigung und Freundlichkeit. In den Sommerferien durfte ich dort wunderbare Zeiten verbringen, die mir in Erinnerung geblieben sind.

Eine Schwester meiner Großmutter wohnte direkt in Kartitsch. Sie führte dort mit ihrer Tochter, die wir Tante Paula nannten, einen Gemischtwarenladen mit Trafik.

Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen: stehend: Nanne (Angestellte), Leonhard Reider, Tante Paula, ihre Tochter Paula Peschke, Ines Peschke, Tante Lina, Mama, Fritz Peschke, im Vordergrund kniend: Irmgard Föger und Tante Mina (Eberstaller).  Auch mit ihnen hatten wir einen herzlichen Kontakt.

Festliche Primizfeiern (mit Bergfeuern und festlich geschmückten und mit Kerzen beleuchteten Häusern) und Feiertagsprozessionen hinterließen bei mir als Kind bleibende Eindrücke. Gerne erinnere ich mich auch an den Oswaldstag, der am 5. August gefeiert wurde und an dem Tante Lisele für die zu Besuch kommenden Verwandten und natürlich auch für uns köstliche Spezialitäten zubereitete. 

Unsere Mutter, ihre Schwester, Tante Mina und wir kamen immer wieder nach Osttirol. Ich erinnere mich an eine Fahrt mit dem Rolls-Royce von Tante Minas Chef Willi Linser.

Grenzkontrolle in Arnbach

Heute wird der Petererhof nicht mehr bewirtschaftet, das Geschäft von Tante Paula ist längst geschlossen. Aber noch immer zieht es uns dorthin, um uns mit den dort lebendenen Verwandten zu treffen.

Titelbild

Foto verwendet unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich“. Es wurden Änderungen vorgenommen. Quelle: commons.wikimedia.org/wiki/File:Monegge_Kapelle_Kartitsch.JPG