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Ahnenverlust, Generationen

Ahnenverlust

Die Anzahl unserer direkten Vorfahren lässt sich leicht berechnen. Mit jeder Generation verdoppelt sich die Zahl unserer Vorfahren, da jeder Mensch zwei Eltern hat, vier Großeltern, acht Urgroßeltern und so weiter. Wenn wir also bis zur 20. Generation zurückverfolgen, ergibt sich eine beeindruckende Zahl: 2^20 = 1.048.576. Diese Zahl ist aber nur eine theoretische.

Wie sieht es in der Realität aus? Hier kommt der Begriff des Ahnenverlusts ins Spiel. Dieser beschreibt nicht etwa eine geringere Anzahl an Vorfahren, sondern weniger verschiedene Vorfahren. Denn im Laufe der Generationen wiederholen sich einige unserer Vorfahren.

Bisher ist mir dieses Phänomen in unserem Stammbaum aber noch nicht untergekommen.

Generationen

Die durchschnittliche Anzahl von Jahren pro Generation hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der historischen Epoche, der geografischen Region und der sozialen Klasse. Ein grober Durchschnittswert für die westliche Welt wäre etwa 25-30 Jahre pro Generation. Bei 20 Generationen würden also durchschnittlich etwa 500-600 Jahre vergehen.

Verwandtschaft, Linien Ahnengemeinschaft

Lineare Verwandtschaft bedeutet, dass man von seinen Vorfahren in direkter Linie abstammt und dass alle Nachkommen von einem selbst auch zu dieser Verwandtschaft gehören. Seitenverwandtschaft hingegen bezieht sich auf Geschwister von einem selbst sowie Geschwister von direkten Vorfahren (wie z.B. Tanten) und deren Nachkommen. Ein Beispiel für lineare Verwandtschaft wäre der Vater der eigenen Mutter, während der Bruder der eigenen Mutter als Seitenverwandter zählt, da man von ihm nicht direkt abstammt.

Das folgende Schaubild zeigt mittig die gradlinigen Vor- und Nachfahren einer Person (in grün, mit durchgezogenen Linien verbunden), während alle anderen mit der Person indirektverwandt sind, weil sie von denen nicht abstammt (seitlich angeordnet in Gelb): (Wikipedia)

Als Beispiel für die lineare Verwandtschaft in meinem Stammbaum führe ich die Verwandtschaft zwischen mir und Lienhard Tschurtschenthaler an, der um 1290 geboren wurde. Aus dem folgenden Diagramm geht die direkte Linie hervor. Ich berücksichtige auch die weiblichen Abstammungslinien, wie es in der neueren Genealogie üblich ist.

Als Ahnengemeinschaft beschreibt man in der Genealogie die Übereinstimmung zwischen Personen in Bezug auf gemeinsame Vorfahren. Vollbürtige Geschwister haben aufgrund ihrer identischen Vorfahren eine vollständige Ahnengemeinschaft. Eine Ahnengemeinschaft zwischen zwei Personen wird dann angenommen, wenn ihr letzter gemeinsamer Vorfahre mindestens 5 Generationen zurückliegt. In der Vergangenheit wurde bei Stammlinien oft weniger Beachtung auf die Informationen über Vorfahren der mütterlichen Seite gelegt. Wenn man Probanden aus unterschiedlichen Generationen miteinander vergleicht, haben sie unterschiedlich viele Generationen Abstand zum letzten gemeinsamen Vorfahren. Wenn der letzte gemeinsame Vorfahre weiter zurückliegt als bis zur 4. Vorfahren-Generation, wird dies unspezifisch als Ahnengemeinschaft bezeichnet. (Wikipedia)

Die Kekulé-Nummer, auch bekannt als Sosa-Nummer, ist eine Nummerierungsmethode, die in der Ahnenforschung verwendet wird, um die Beziehungen zwischen Personen in einer Ahnenliste oder Ahnentafel darzustellen. Die Nummerierung wurde ursprünglich von Michael von Aitzing im Jahr 1590 angewendet, später von Hieronymus de Sosa im Jahr 1676 und schließlich von Francis Galton im Jahr 1883 weiterentwickelt.

Das Sosa-Stradonitz-System basiert auf der Annahme, dass jeder Mensch eine eindeutige Nummer hat, die ihre Beziehung zu anderen Personen in der Ahnenliste beschreibt. Die Nummer einer Person ist gleich der doppelten Nummer ihres Vaters, plus eins, wenn die Person ein männliches Geschlecht hat, oder der doppelten Nummer ihrer Mutter, plus zwei, wenn die Person ein weibliches Geschlecht hat.

Zum Beispiel, wenn die Nummer des Vaters einer Person “4” ist und die Person selbst männlich ist, würde ihre Nummer “9” sein (4 x 2 + 1). Wenn die Person weiblich wäre, würde ihre Nummer “10” sein (4 x 2 + 2). Durch die Verwendung dieser Nummerierungsmethode können Verwandtschaftsbeziehungen schnell und einfach visualisiert werden.

Die Kekulé-Nummer ist in der Ahnenforschung weit verbreitet und wird international angewendet. Sie ist ein wichtiges Werkzeug, um die Beziehungen zwischen Personen in einer Ahnenliste darzustellen und zu verstehen. Die Verwendung dieser Nummerierungsmethode kann dazu beitragen, das Verständnis von Familiengeschichte und -verwandtschaften zu vertiefen und somit auch das Verständnis der eigenen Herkunft zu erweitern.

Bei der väterlichen Linie (welche immer ganz links in der Ahnentafel steht) entspricht die Ordnungszahl auch immer der Anzahl der Ahnen in der Generation. In 5. Generation trägt dein väterlicher Vorfahre (immer der Herr ganz links in der Generation) die Ordnungszahl 32. In Generation 5 hast du also 32 Ur-Ur-Urgroßeltern

Was sind die Nachteile der Kekulé-Nummern, auch Nummerierung nach dem Sosa-Stradonitz-System oder kurz Sosa-Nummer[1] genannt, bezeichnet die Nummer einer Person in einer Ahnenliste oder Ahnentafel nach Stephan Kekulé von Stradonitz. Diese Nummerierung, die sich international durchgesetzt hat, war bereits 1590 durch Michael von Aitzing angewendet worden, dann 1676 durch Hieronymus de Sosa und 1883 durch Francis Galton.

Ein Nachteil der Kekulé-Nummern ist, dass sie nur eine begrenzte Anzahl von Generationen abbilden können, da jede Person eine eindeutige Nummer hat. Wenn die Anzahl der Generationen zu groß wird, kann es zu Überlappungen und Verwirrung kommen. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie nur eine lineare Ahnenfolge darstellen können und keine Zweiglinien oder andere Verzweigungen in der Familiengeschichte abbilden. Es gibt auch keine Möglichkeit, Verwandtschaftsbeziehungen zwischen Personen zu kennzeichnen, die nicht direkt in der Ahnenfolge aufgeführt sind.