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Der Herr Graf prüft das Wohlverhaltenszeugnis unserer Urgroßmutter

Unser Urgroßvater hat im Jahre 1869 bei seinem Dienstherrn um Genehmigung seiner Heirat ansuchen müssen.

Er schrieb:

Seinen Hochgräflichen Gnaden Dem Hochgeborenen

Herrn Herrn Georg Grafen von Buquoy

k: k: Kämmerer erblicher Reichsrath des Herrenhauses, Besitzer der Herrschaften Gratzen, Rosenberg, Preßnitz, Hauenstein etc: etc: etc:

Hochgräflichen Gnaden!

Gnädigster Herr Herr!

Der unterthänigst Gefertigte wurde im verflossenen Jahr mittelst hochobrigkeitlicher Verordnung zum Unterförster befördert, für welche hohe Gnade er seinen tiefgefühltesten unterthänigsten Dank abstattet. Nachdem er in dieser Eigenschaft auf eine isolierte Dienstwohnung stationiert wurde so sieht er sich bemüssigt eine eigene Haushaltung zu führen. Der unterthänigst Gefertigte wagt an Euer Hochgräflichen Gnaden die unterthänigste Bitte Hochdieselben geruhen demselben die Bewilligung zu ertheilen, sich mit der Franziska Gahler aus Stolzenhahn verehelichen zu dürfen.

Dieselbe besitzt ein kleines Vermögen, und erlaubt sich der unterthänigst Gefertigte das Wohlverhaltenszeugniß von Stolzenhahner Gemeindeamte vorzulegen.

Geruhen Euer Hochgräflichen Gnaden die Bitte des unterthänigst Gefertigten zu erhöhren wofür er gewiß nicht unterlassen wird seine ganzen Kräfte dem Dienste seiner

Hochgräflichen Gnaden zu widmen.

Euer Hochgräflichen Gnaden

unterthänigster

Vinzenz Pilz