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Berufe unserer Vorfahren

Jäger und Förster in Böhmen

Jäger und Förster

Die Vorfahren der Familie Pilz waren über mehrere Generationen hinweg Förster und Jäger. Dies erschwerte die Ahnenforschung, da sie oft ihren Wohnsitz wechseln mussten, wenn sich ihre Reviere änderten. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass sie mehr Kinder hatten als diejenigen, die ich gefunden habe, da ich nicht alle in Frage kommenden Pfarren durchsuchen konnte. Mir wurde jedoch gesagt, dass ich trotz dieser Schwierigkeiten ziemlich erfolgreich war.

Bäcker

Eberstaller waren Bäcker in Krenglbach und Radstadt.

 

Bauern

Die Familie Reider, aus der die Großmutter mütterlicherseits stammt, waren allesamt Bauern in Südtirol (Sexten) und Osttirol (Kartitsch).

Gerichtsdiener, Wasenmeister, Abdecker

Strixner, und Spindler, die unter den Vorfahren unserer Mutter auftauchen, waren Gerichtsdiener und Wasenmeister in Oberösterreich. Ihr Beruf galt als unehrlich. Wikipedia hält dazu fest: „Es haftete an den Abdeckern bis 1817 der Makel der „Anrüchigkeit“ ihres Gewerbes, sie waren vom Kontakt mit der übrigen Bevölkerung nahezu ausgeschlossen. Sie heirateten normalerweise nur untereinander, deshalb waren die Schinder einer Region häufig miteinander verwandt oder zumindest befreundet. Die Wasenmeistereien waren wegen ihrer Abgelegenheit ideale Schlupfwinkel für gesuchte Verbrecher, bspw. Johann Georg Grasel oder den Schinderhannes.“ Das Thema ist so interessant, dass darüber sogar verschiedentlich geforscht wird. Eine Namensliste mit derzeit 105.000 Namen hat Reinhard Riepl erstellt. Strixner kommt dort 30mal vor.

Aber auch 

Müller und Leinenweber 

fielen anscheinend in dies Kategorie. Die kamen unter den Vorfahren unseres Vaters vor.

Lehrer

Friedrich August Pilz, der lange Zeit als der älteste gesicherte Pilz Vorfahre galt, war Ende des 18. und  Anfang des 19. Jahrhunderts  Lehrer in Kallich und später in Liebeschitz bei Saaz. Er hat in der „Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften oder Universallexikon der Tonkunst“ Erwähnung als Mentor des später berühmt gewordenen Tenors Joseph Barth gefunden, wo es heißt:

….Unterricht bei dem Schullehrer Fried. Aug. Pilz….Durch die gründliche Anleitung dieses würdigen Mentors ….

Bildhauer

Unser Großonkel Oswald Hofmann studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und war ein Schüler von Adolf von Hildebrand. Er schuf Denkmäler und Skulpturen, darunter auch einige in Eger, wo er von 1939 bis 1945 tätig war. Der Mägdebrunnen, den er gestaltet hat, befindet sich in der Nähe des Alten Rathauses in Eger und zeigt eine junge Frau, mit einem Krug. Hofmann starb nach 1969 (das Datum 25. März 1963, das ich im Internet fand, kann nicht stimmen). Ob er berühmt war oder nicht, weiß ich nicht, aber ich erinnere mich an ihn als einen freundlichen alten Herrn, den ich in meiner Kindheit kennengelernt habe. Da war er meiner Erinnerung nach bei der Restaurierung der Münchner Frauenkirche nach dem zweiten Weltkrieg beteiligt.

Mägdebrunnen in Eger

Der Vater meiner Oma väterlicherseits war

Lederhändler und Schuster

in Schmiedeberg, Böhmen.

Geistliche

Unter den Vorfahren in Osttirol fand ich zwei Geistliche, Leonhard Bonner und Johann Kofler . In dem Album der Familie Reider sind mehrere Geistliche abgebildet.

Interessante Berufe:

Kohlenmesser:

Alois Bartl aus Schmiedeberg hatte Qualität und Menge der für den Bergbau im Erzgebirge angelieferten (Holz-)Kohle zu beurteilen.